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Druckeronkel-Blog 3.2.26 – Direktdruck

Die Zeit rast, schon ist der erste Monat des Jahres vorbei.
Bei www.drucker-onkel.de gibt es wieder ein paar Neuigkeiten: UV-DTF und Direktdruck!

Meine UV-Maschine ist zu 100% mit Decals ausgelastet, für UV-DTF und Direktdruck habe ich eine neue Maschine bestellt, aber die lässt leider auf sich warten.

Deswegen habe ich mich dazu entschieden, einfach mal mit der vorhandenen UV-Maschine erste Experimente zu starten.
Eigentlich wollte ich das schon von Anfang an, also vor über 12 Jahren, aber dann war die Nachfrage nach Wasserschiebefolien so groß, dass ich nie dazu gekommen bin.
Aber jetzt hab ich es einfach mal gemacht!

In diesem Blog geht es um Direktdruck, für UV-DTF schreibe ich in einem weiteren Beitrag etwas, das ist auch sehr spannend!
Das Foto zeigt beides auf einmal: Ein selbst gestaltetes Rakel für UV-DTF-Anwendung, direkt bedruckt.

Druckgutaufnahme!

Damit ich – falls die neue Maschine mal ankommt – sofort loslegen kann, habe ich mir eine universelle Druckgutaufnahme ausgedruckt. Dazu muss ich nur die Halter an den jeweiligen Drucker anpassen und kann die Druckgutaufnahme mit jedem Drucker nutzen.

Eine Druckgutaufnahme benötigt man, um bei wiederholten Drucken, exakt immer die gleiche Stelle zu treffen.
Der UV-Drucker hat ja nur einen Drucktisch. Deswegen hat man früher passende Aufnahmen, englisch JIGS fräsen lassen. Das war aufwändig, teuer und für jedes Objekt benötigt man eine passende Aufnahme.
Das hat sich bei mir nie gelohnt und wie gesagt – Wasserschiebefolien haben den Drucker ausgelastet.

Aber jetzt geht es bald los und für die JIGS habe ich einen 3D-Drucker.
Meine Konstruktionsfähigkeiten für 3D-Vorlagen sind mittlerweile auch gut genug, los geht!



Als erstes habe ich mal eine Aufnahme für Einkaufswagenchips erstellt.
20 Chips können in einem Durchgang gedruckt werden. 2 Durchgänge = beidseitig.

Das Ergebnis wird richtig gut!
Die Chips-Rohlinge kann ich mit dem Laser aus beliebigem Material ausschneiden, oder was viel interessanter ist: im 3D-Druck einfach drucken!
Der Rohling kann dann in Fotoqualität direkt bedruckt werden.
Ideal für Giveaways und Werbeartikel!



Die Druckgutaufnahme ist recht grob gedruckt, die muss ja nur das Material halten.
Die Chips sind in hoher Auflösung gedruckt, saubere Oberfläche. Durch die verwendete Druckplatte hat die Oberfläche eine leicht rauhe Struktur, glatt geht auch und sogar Carbon-Effekte und mehr.
Der UV-Druck folgt der Oberfläche. In der Nahaufnahme sieht man das recht gut.
In Echt sieht das noch um einiges besser aus.
Ich lege jeder Bestellung mindestens einen Chip bei (wenn ich dran denke), ein ideales Werbemittel.
Günstig und nützlich – auf Wunsch auch mit Kundenlogo/-Motiv bedruckbar.

Kühlschrankmagnete 80x52mm

Auf dem Foto kommt es leider nicht so gut rüber. Der Kühlschrankmagnet sieht “in echt” richtig geil aus.
Ich glaube, ich brauche ein Metallwand 🙂
Das Teil ist im 3D-Druck erstellt. Da gibt es auch noch einiges zu optimieren.
PLA ist am einfachsten, aber das ist weniger dauerstabil und kann sich bei Hitze verformen – wobei ein Kühlschrankmagnet ja eigentlich nicht heiß werden sollte.
Mit PETG wird es schon deutlich besser:

Kosten für individuelle Magnete auf Anfrage.
Da die Dinger in Einzelanfertigung und Handarbeit hergestellt werden, dürfte ein Stück bei ca. 8,- Euro + Versand liegen.
(Maschineneinrichtung, Foto in die Vorlage einpassen, etc.)
Bei Mengenfertigung gibts natürlich Rabatt.

Die Chips gibts im 10er-Pack zu 5,- Euro + einmalige Einrichtung 10,- Euro + Versand.
Auch hier Handarbeit, Einzelanfertigung.
Es geht um individuelle Objekte – für Feste, kleine Anwendungen, Geschenke, etc.

Wer 1000er-Mengen will, sollte sich an eine spezialisierte Druckerei wenden.
Bei mir gibt es individuelle Kleinmengen!

Noch eine Version mit anderer Oberfläche. Da ist noch mehr möglich.
Bleibt dran! 🙂

Unendliche Möglichkeiten!

Als nächstes habe ich Zubehör für den UV-DTF-Druck (Rakel) gedruckt, Kühlschrankmagnete und mehr.

Für Modellbaukunden könnte man Seitenteile von Modellfahrzeugen direkt bedrucken.
Ideal wären Modelle im 3D-Druck, bei denen die zu bedruckenden Teile einzeln vorliegen.

Auch der Druck von Ziffernblätter für Uhren ist damit möglich!
Ob die Druckauflösung für Armbanduhren ausreicht? Muss man ausprobieren.

Der Direktdruck auf fertige Modelle ist etwas komplizierter. Nicht wegen des Druckes, sondern wegen der Frage, wer bei Fehldrucken haftet.
Einen Einkaufswagen-Chip, oder ein 3D-gedrucktes Teil wirft man weg und druckt neu, aber beim Finish auf einem teuren Modell?…
Daher beschränke ich mich erst mal auf einfache Dinge.
Für komplexe Arbeiten gibt es die seit Jahrzehnten bewährten Wasserschiebefolien und Aufkleber.

Anfragen zum Direktdruck sind natürlich jederzeit willkommen!



Die erste Serie Kühlschrankmagnete in 80mmx52mm ist fertig.
Natürlich als Werbung für www.drucker-onkel.de
Kommt richtig fein aus dem Drucker – die Dinger gehen auch schneller raus, als ich fotografieren kann, daher fehlen auf dem Foto schon 2.
Nachdruck ist natürlich jederzeit möglich – mit individuellen Motiven!

Aber jetzt muss ich mit diesem Drucker erst mal weiter Wasserschiebefolien drucken.
Sobald das neue Gerät da ist, geht es dann mit Direktdruck und UV-DTF richtig los!

Bis dahin bleibt gespannt und schaut immer mal wieder rein.

Euer Druckeronkel!

2 Kommentare zu „Druckeronkel-Blog 3.2.26 – Direktdruck

  1. Interessante Möglichkeiten tun sich auf. Wie sieht es mit komplexeren Oberflächen auf, z.B. Zylinder oder auch Wellenformen? Ich bin gespannt, was Ihnen noch alles für Anwendung einfällt. 🙂

    1. Ich bin nur der Druckeronkel, nicht der Anwender.
      Wie weit man mit den angebotenen Druckmethoden gehen kann, müssen die Anwender ausprobieren.
      Mit UV-DTF (nächster BLOG-Beitrag) kann man UV-Drucke auch um 90°-Ecken herumführen.
      Das ist ein ganz spannendes Thema.

      In diesem Blogbeitrag geht es ja um den Direktdruck.
      Direktdruck geht nur auf flache Objekte, da der Druckkopf nur bei einem definierten Abstand zum Objekt scharf druckt.
      Danach wird es schnell unscharf.
      Bis 1mm sollte aber möglich sein, strukturierte Oberflächen könnte man also im Direktdruck bedrucken.
      Immer unter dem Vorbehalt, dass man es ausprobieren muss. Das hängt ja auch vom Material ab.
      Deswegen gibt es bei Direktdruck auf keine festen Preise.
      Der Aufwand ist hier deutlich höher, als bei Folien und bei jedem Objekt anders.

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