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Eufy E1 – Update

An Software und Firmware wird fleissig gebastelt.

Mittlerweile ist der Eufymake E1 schon fast im Beta-Stadium angekommen.
Das Ding hat Potential und mit den Updates kommen laufend Verbesserungen.

Vermutlich wollte man einfach als erster mit einer dieser kompakten UV-Kisten am Markt sein, die erste Softwareversion war noch nicht wirklich ausgereift.

Am 22.6.2026 kam die Version v4.02 heraus. Von Version 2.73 ein großer Schritt.
Interessant, dass man Version 3 übersprungen hat, denn während die 3 in China für totales Glück steht, verknüfen die Chinesen mit der 4 das absolute Unglück, ähnlich wie bei uns die 13.
Logisch wäre also eine Version 3 und dann der Sprung zur 5, aber egal.

Im Update-Log stehen einige Neuigkeiten, die mich bisher nicht wirklich betroffen haben, aber schön, wenn es vorwärts geht.
Das von mir gemeldete Problem mit den PDF-Dateien wurde behoben:
Bei gemischt Weiß-Farbigen Dateien wurde das Druckweiss beim Farbrendering mitgerastert.
Weiße Buchstaben wurden dann also nicht nur für den Weiß-Druck verwendet, sondern auch für den Farbdruck.
Eigentlich wäre das egal, aber die Software hat das reine Weiß (C0M0Y0K0) gleich noch ein bisschen durch ein Farbprofil gejagt und plötzlich war da ein ganz helles Grau. Rein weiße Elemente bekamen dadurch winzige bunte Ränder.
Das ist jetzt nicht mehr so.
Damit ist der Drucker jetzt auch mit PDF verwendbar.
Die Auflösung scheint mir etwas höher, als bisher.
Seither waren Drucke mit PDF-Dateien ziemlich grob. Das sah nach 300dpi-Rendering aus.


Für das Vektorgrafik-Format SVG stehen einige Updates und Verbesserungen im Update.
Mein Problem, dass maximal 5MB verarbeitet werden können, wurde leider nicht behoben.
5MB für eine Grafikdatei sind wirklich sehr wenig. SVG kann man also quasi vergessen.

Das einzige Format, das bisher gut funktioniert hat, war PNG.
Die Auflösung des Druckers ist angeblich 1440x720dpi, oder 1440x1440dpi?
Mit einem Vektorgrafikformat (SVG) wäre das egal, aber da man alles über Bitmaps drucken muss (OK, mit der verbesserten PDF-Unterstützung jetzt nicht mehr unbedingt), muss man die Datei in der höchstmöglichen Auflösung an den Drucker schicken.
Bei Fotos reichen eigentlich auch 600dpi locker für einen guten Druck und wenn 300dpi hochgerechnet werden, ist das meistens auch schön.
Es geht aber um Zeichnungen für technische Anwendungen. Schräge Linien sehen bei niedriger Auflösung einfach nicht gut aus.
Da ich gerne in Corel-Draw eine fertige A4-Datei anlege, will ich natürlich die ganze A4-Datei an den Drucker schicken.
Die meisten Anwender werden einfach einzelne Grafiken, oder kleine Happen in die Software laden und das dann in der Software zusammenstückeln. Ich will lieber nur fertige Dateien verarbeiten.
PDF ist nicht optimal, SVG nur 5MB, also muss PNG her (JPG erzeugt Artefakte und hat keine Transparenz).
Aber welche Auflösung?
1440x1440dpi nimmt der Drucker nicht – Datei zu groß
1440x720dpi – welcher wert gilt in welcher Richtung?
1200x1200dpi funktioniert und bringt deutlich bessere Auflösung, als ein PDF – das PDF mit Vektorgrafiken, wohlgemerkt. Aber ist 1200dpi optimal, wenn der Drucker 1440dpi hat?
Das passt rechnerisch nicht ganz zusammen, wenn man 1200 auf 1440 umrechnet, kann es Moiree-Muster geben.
Vielleicht 720×720?
Ich muss noch weiter testen.


Aufgewacht!

Was Anfangs immer ein Problem war, war das Aufwecke des Druckers aus dem Standby.
Da konnte man in der Software rumklicken, den Drucker drücken (der hat ja nur 2 Tasten), nichts.
Meistens ging nur Stecker raus – Stecker wieder rein, warten, dann irgendwann kam er wieder.
Das funktioniert mittlerweile zuverlässig.
Der Drucker wacht zuverlässig aus dem Standby auf.
Allerdings ist er meistens im Moistering Modus, d.h. der Druckkopf ist mit Reiniger gefüllt.
Das muss dann aufwändig gespült werden und nach der automatischen Spülung ist auch noch ein Deep Clean nötig, sonst ist das Weiß ziemlich milchig und der Druck recht fleckig.
Beim Tintenverbrauch ist die Kiste nicht mein Favorit.

Versetzt!

Beim Druck ist zwischen Weiß und Farbe ein kleiner, aber sichtbarer Versatz.
Standardmäßig wird Weiß um 0.2mm verkleinert, das ist ein ziemlich großer Wert und lässt einige feine Objekte verschwinden. Schaltet man diese Verkleinerung aus, dann bekommt man weiße Ränder um farbige Objekte.
Das Problem hat jeder UV-Drucker, nur lässt sich das bei den Profigeräten problemlos kalibrieren (einstellen).
Beim Eufymake E1 gibt es das nicht.
Die Standard-Verkleinerung für Weiß liegt bei meiner Mimaki UJF-3042FX übrigens bei 0.04mm.
Das sind Welten zwischen 0.04 und 0.2 !


Würde ich mir den Eufymake E1 wieder kaufen?

Aktuell wohl eher nicht.
Zum Einsatz als Ergänzung zu meiner Mimaki ist das Teil nicht geeignet, die Qualität ist einfach deutlich geringer.
Als Spass-Drucker, oder für Direktdrucke, fehlen mir die Anwendungen.
Wer dauernd irgendwelche Gadgets druckt, wie Kühlschrankmagnete, auf Steine, oder Deko-Sachen, für den ist die Kiste wirklich toll. Das dauernde automatische Reinigen und der enorme Tintenverbrauch dadurch, ist schon nervig.
Nur alle 2 Wochen drucken, ist aber auch nicht empfehlenswert. Die Tinte hat weniger als 1 Jahr Haltbarkeit, oft sogar weniger, als 6 Monate.
Das ist normal für UV-Tinte, deswegen sollte man die Kisten auch dauernd in Benutzung halten.
Dann ist aber die automatische Reinigung wieder nervig.
Ja, die Kiste kann was.
Die Drucke sind faszinierend, aber das ist nicht Fisch, nicht Fleisch, eher Tofu.
Manche mögen das, man muss es sich aber sehr gut überlegen.

Ich warte jetzt erst mal auf den Xtool Omni 1 und schau, was die Kiste kann.

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