
Nachdem ich seit über 20 Jahren Wasserschiebefolien und Zubehör in allen verschiedenen Variationen verkaufe, wird es Zeit, dass ich ein paar Tutorials dazu schreibe.
Da die Heuschnupfen-Zeit im Anmarsch ist, habe ich noch eine weitere Taschentuchbox gebastelt.
Eine alternative Version mit Rubbelspass habe ich ja bereits hier vorgestellt.
Im Beispiel auf dieser Seite habe ich die Box mit Wasserschiebefolien beschriftet.
Viel Spass beim Lesen!
Geeignet für Anfänger:
Eine Taschentuchbox ist einfach.
Ein Würfel mit mehreren Seiten, die man schön zur Übung für alle mögliche Arten von Beschriftungen verwenden kann.
Alle Seiten sind eben, keine Vertiefungen, keine Sicken, oder Rillen.
Einfach nur glatte Flächen. Das kann jeder!
Dieses Übungsobjekt taugt für Aufkleber, Wasserschiebefolien, Rubbelspass, UV-DTF und eigentlich jede andere Art von Gestaltung.
Mit 3 Allergikern im Haus, braucht man natürlich mehrere solcher Boxen.
Ideal, um verschiedene Varianten auszuprobieren.
Legen wir los…
Diese Box ist für Taschentuchboxen der Firma Tempo geeignet.
Die Karton-Boxen werden einfach von unten eingeschoben.
Die Original-Tempos sind einfach besser.
Schon allein, weil sie sich in der Waschmaschine nicht auflösen!
Es sollte aber auch mit allen anderen Taschentuchmarken funktionieren.
Bei Bedarf kann man die Vorlage anpassen.
Diese 3D-Druckvorlage habe ich in Freecad gezeichnet.
Die 3D-Druckbare Vorlage für die Taschentuchbox habe ich beim Makerworld zum freien Download hinterlegt.
Der Druck ist einfach.
Ich empfehle PETG.
PLA tut es aber auch, nur darf das Ding dann nicht in die Sonne, weil PLA hitzeempfindlich ist!
Nach dem Druck hat man eine einfarbige (oder mehrfarbige) Box, die mehr oder weniger sichtbar nach Plastik aussieht.
Damit hat im Vergleich zum Original aus Pappe nicht viel gewonnen.
Wir wollen die Dinger daher ein wenig “aufhübschen!”
und darum geht es in diesem Projekt – Decals für die Dekoration.
Um den Plastik-Look zu beseitigen, arbeiten wir mit Lack.
Für das Wohnzimmer habe ich einfach Lack für Edelstahl-Optik genommen.
Die Box sieht damit aus, als wäre sie aus Edelstahl gefertigt.
Edel und seriös, aber hier wollen wir ein etwas anderes Design.
Designidee und Vorüberlegung!

Ob man jetzt Fotos von den Liebsten für die Oma auf die Box druckt, das Haustier verewigt, oder irgendeine kreative Ader auslebt. Die Gedanken sind frei, alles ist möglich.
Für unser kleines Heimkino soll der Stil natürlich zu Endzeitfilmen passen:
Die Box soll aussehen, als wäre sie aus Metall.
Sie hat schon einiges mitgemacht.
Abgerockt und in mehreren Schlachten durch den Raum geflogen, von Aliens zerkratzt und von Zombies angenagt.
Endzeit-Gadgets sind ja nicht neu aus der Verpackung, die sollen einfach alt und kaputt aussehen. Rostig, schmutzig.
Wie sieht es 30 Jahre nach dem Ende der Zivilisation aus?
OK, Taschentücher gibt es dann vermutlich nicht mehr, aber egal.
Wie bekommen wir einen Metall-Look auf die Box?
Einfachster Acryl-Lack aus dem Baumarkt, oder besser: Airbrush, das ist die Lösung.
Das ist einfacher, als es sich anhört.
Grundierung ist wichtig!
Zuerst lackieren wir die gesamte Box mit Grundierung.
Das muss keine spezielle Farbe für 3D-Drucke sein.
Die Sprühlacke aus dem Automobil-Bereich sind oft viel billiger und teilweise sogar besser.
Eine spezielle Empfehlung gebe ich hier nicht. Da hat jeder seine eigene Vorstellung.
Einen Tipp habe ich aber: sauber und vorsichtig arbeiten. Gut lüften. Arbeitssicherheit beachten! (Maske für Augen und Nase, am Besten im Freien arbeiten!)
Nach dem Grundieren wird mit 600er-Schleifpapier NASS geschliffen.
Grundieren + Schleifen, das wiederholen wir so oft, bis wir mit dem Ergebnis zufrieden sind.
Vor allem die Layer-Linien, die bei den meisten 3D-Drucken sichtbar sind, können so problemlos entfernt werden.
Ich habe hier nur 1x grundiert und abgeschliffen, denn es kommen sowieso Sticker drüber und das Ding soll ja etwas “abgerockt” aussehen.
Auf Grundierung halten die meisten Modellbaulacke übrigens auch deutlich besser, als direkt am 3D-Druck.
Nach der Grundierung kommt die Farbe.
Metall-Optik ist gewünscht. Altes Metall. Schwarz lackiert oder eloxiert und dann gealtert.
Mit sichtbaren Macken, Streifen, Abgriffen.
Also lackieren wir das Ding einfach mal in Silber.
Ich habe Chrome-Silber ausprobiert und normales Silber in Acrylfarbe.
Chrome sieht viel glänzender aus. Am Ende ist es aber in diesem Beispiel egal, wir gehen ja sowieso wieder mit Schwarz drüber.
Für die Lackierung habe ich Airbrush verwendet.
Und als kleiner Hinweis: Ich habe eigentlich überhaupt keine Ahnung von Airbrush, also keine Angst – das könnt Ihr mindestens genauso gut wie ich!
Airbrush ist einfach feiner und gibt in diesem Bereich das schönere Ergebnis.
Sprühlack aus der Dose geht natürlich auch.
Mit dem Pinsel würde ich es eher nicht machen.
Also: Irgendeine Airbrush-Maschine aus dem Internet tut es für uns.
Bei den Farben empfehle ich dagegen Qualität.
Vallejo oder vergleichbare Marken sind gut. No-Name macht oft Ärger.
Also: Vallejo Air Acrylfarbe in Silber und die ganze Box auf Silber lackiert.
1x hat mir gereicht. Wer mehr will, macht es eben 2x.
Danach trocknen lassen. Mindestens 24 Stunden. Der Lack sollte absolut trocken sein.
Das ist für den Effekt wichtig!
Denn als nächstes lackieren wir in Schwarz drüber, wieder mit Airbrush!
Und da müssen wir schnell arbeiten.
Wäre der Silber-Lack noch nicht 100% durchgetrocknet, würde er durch den schwarzen Lack wieder angelöst.
Das wollen wir nicht.
Denn nach dem Lackieren nehmen wir ein Baumwolltuch, den Finger, einen Schwamm, irgendetwas.
Und damit reiben wir die Kanten der Box ab. Das Silber kommt wieder zum Vorschein.
Der Lack sollte dazu leicht angetrocknet sein. Nasse Bereiche sollten nicht mehr vorhanden sein.
Bei dünnem Lack geht es am besten nach 5-20 Minuten. Ausprobieren!
Das glänzt richtig schön metallisch!
Den schwarzen Lack habe ich übrigens nur dünn aufgetragen, so schimmert das Silber noch ein bisschen durch.
Mit dem Baumwolltuch und einem Finger wische und kratze ich über die Oberfläche.
Dadurch entstehen die Abnutzungsspuren. Das Metall sieht aus, als wäre schon einiges daran hängen geblieben.
Wenn man zu viele Spuren reingerieben hat, einfach nochmal mit Airbrush drüber und nochmal probieren.
Traut Euch, es ist total einfach!
In Echt sieht das viel besser aus, als auf dem Foto!
Decals von Druckeronkel!
Natürlich muss hier Werbung stehen. Ich will ja meine Produkte und Dienstleistungen verkaufen.
Das geht mit Material von anderen Anbietern sicher auch, aber wenn Ihr bei mir bestellt, kann ich demnächst wieder so ein Tutorial schreiben. 🙂

Wo bekommt man denn die geilen Aufkleber her?
Ja, bis vor ca. 1 Jahr hab eich mir die Frage auch gestellt.
Seit chatGPT und den anderen KI-Agenten, ist das überhaupt kein Problem mehr.
Ich habe einfach die Box fotografiert – man sieht Teile von meinem Schreibtisch auf dem obigen KI-Foto.
Das Foto habe ich an die KI geschickt und sie aufordert, mir Sticker für die Box zu erstellen.
Dazu muss man dann einfach in Klartext Anweisungen geben.
Das ist absolut einfach.
Die Box auf dem Foto ist KI-generiert (sieht man an dem kleinen Gemini-Zeichen unten rechts).
Genau so soll das später aussehen. Ob das klappt?
Natürlich will ich nur einen ähnlichen Stil, nicht eine Kopie aus einem Film.
Die Angabe ist wichtig, sonst macht die KI einem gleich eine Requisite zu einem Film.
Kann man für Privat, aber ich will was eigenes.
Das hier ist die Anweisung zum Foto meiner Box.
Ich habe eine Box mit 12x12x12cm. Metall, schwarz eloxiert. Mit sichtbaren Gebrauchsspuren.
Erstelle mir Druckvorlagen für Sticker, die ich auf der Box verwenden kann.
Thema: Biohazard
Im Stil von Endzeitfilmen, wie Resident Evil, Fallout, Alien, Mad-Max. Ohne Verwendung von Markennamen
Auf dem Foto sieht man, dann mein Schreibtisch auch etwas auf “alt und gammelig” verändert wurde, so sieht der im Original natürlich nicht aus.
Die Box hat mir auf Anhieb gefallen.
Nächste Anweisung: Erstelle mir einen Stickerboxen als Druckvorlage, damit ich die Aufkleber mit einem beliebigen Drucker drucken kann.
Zack, Vorlage vorhanden.
Gut, druckbar war das nicht, aber nah dran.
Ein paar Versuche mit verschiedenen Anweisungen gab genügend passende Sticker.
Die habe ich dann über Corel-Photopaint freigestellt, also ausgeschnitten und in Corel-Draw eingefügt.
Das Ergebnis war ein fertiger Druckbogen, wie hier abgebildet (Auf Wunsch kann ich den gerne als Druckauftrag zur Verfügung stellen, eigene Entwürfe sind aber immer besser! :-))
Für den Druck kann man alle Druckarten nehmen. Da hier keine besonderen Ecken, Kanten und Nieten vorhanden sind, also die Oberfläche sehr glatt ist, funktioniert Decalpro UV oder Decalpro UV classic sehr gut.
Die Druckarten haben eine sehr hohe Deckkraft und ein kräftiges Weiß.
Eco-Solvent passt sich besser an Rundungen an und lässt sich mit Weichmacher an Unebenheiten angleichen, aber das benötigen wir hier nicht.
Den Bogen habe ich mit Decalpro UV gedruckt.
Alternativ geht auch Decalpro UV classic oder UV easy.

Decals an die Box!

Zuerst habe ich die Decals grob ausgeschnitten und dann randnah.
Bei UV-Decals muss man übrigens aufpassen:
UV-Drucke haben eine hohe Oberflächenspannung und neigen zum Einrollen.
Deswegen sollte man etwas Folie überstehen lassen, damit man später die Decals besser greifen kann.
Den großen Aufkleber habe ich aber direkt am Rand ausgeschnitten.
Das geht auch. Ohne unbedruckten Rand sind die Ränder aber deutlich anfälliger für Einrollen und das Bilden von Blasen.
Mit einem kleinen unbedruckten Rand verhält sich die Folie deutlich weniger kritisch, allerdings will man den Rand oft nicht, oder der Druck soll bis zur Kante gehen.
In diesem Fall ist unbedingt mit Haftverstärkern zu arbeiten!
Ganz wichtig:
Niemals spitz in die Folie schneiden!
Beim Ausschneiden von “Zacken” kann es auch viel später noch Spannungsrisse geben.
Zacken sind eine Beschädigung des Materials. Immer RUND schneiden
Schneidet man beispielsweise im Buchstaben V die innere Folie weg, kann man damit rechnen, dass sich über kurz oder lang im Buchstaben ein Spannungsriss ausbildet!
Besser rund um den gesamten Buchstaben ausschneiden.
Die sichtbare Folie ist extrem dünn und stört in der Regel nicht. Durch Überlackieren bekommt man die Folie unsichtbar.
Überlackieren ist bei allen UV-Drucken übrigens Pflicht!
UV-Drucke ohne Schutzlack sind zwar haltbar, durch die hohe Oberflächenspannung und die hygroskopische Eigenschaft des Materials, können die Decals aber bei Luftfeuchteänderung “arbeiten” und irgendwann abfallen, oder reissen. Daher IMMER überlackieren!
Generell gilt diese Empfehlung für alle Decal-Arten.
Ich würde alle Decals überlackieren, die längerfristig aufgebracht sein sollen.
Sonst sieht der Sticker unten nicht nur gedruckt so aus, sondern fällt irgendwann tatsächlich ab.
In diesem Fall ist aber alles FAKE- die Ecken und Eselsohren sind gewollt und gedruckt.

Der Aufkleber durfte kurz probeliegen und dann ging es auch schon los.
Natürlich ist der Sticker absichtlich so gedruckt!
Die Eselohren und Schmutzeindrücke sind Absicht.
Auf Wunsch gibt es auch Wasserschiebefolien für andere Anwendungen in feinster Qualität.
Aber wir wollen es hier ja für die Endzeitstimmung!
Im Gegensatz zu Siebdruck-Aufklebern dürfen UV-Decals NICHT im Wasserbad abgeschwemmt werden.
Die würden sich recht schnell mit Wasser vollsaugen und einrollen!
UV-Decals nur von hinten anfeuchten!
Ich nutze dazu einen Schwamm, oder ein in Wasser getränktes Küchentuch.
Nach ungefähr 10-20 Sekunden können die Decals auf dem Trägerpapier vorsichtig verschoben werden.
Vorsichtig arbeiten! Wenn die Decals nicht problemlos abgehen, nachfeuchten und noch etwas warten.
Niemals ziehen!
Sonst VERziehen sich die Decals, im schlimmsten Fall reissen die Decals, oder bilden Mikrorisse.
Immer dran denken: das sind keine Aufkleber, sondern die Folien sind ultradünn, nur 7µm, bzw. 13µm (normale Aufkleber liegen meist bei 70-100µm)
Die Decals werden DIREKT vom Träger auf das Zielobjekt abgeschoben!
Auf keinen Fall abheben und versuchen, wie einen Aufkleber aufzubringen.
Das schafft man nicht sauber!
Am Rand 1-2mm über den Träger schieben. Auf das Objekt legen. Festhalten und dann den Träger vorsichtig seitlich herausziehen.
Dann rollt sich auch nichts ein und es passt perfekt.

Nachdem der Träger herausgezogen wurde, kann man die Decals noch vorsichtig verschieben.
Achtung – die Folie ist sehr dünn und empfindlich.
Als Werkzeug empfielt es sich eine Nadel, ein Skalpell oder so ein spezielles Werkzeug, um die Folie VORSICHTIG zu verschieben, oder aufgerollte Kanten leicht anzuheben.
Mit diesen Schaumstoff-Tabs kann man die Folie perfekt glatt reiben.
Die Kante mit diesem spitzen Werkzeug vorsichtig etwas anheben und dann von der Decalmitte nach aussen glatt reiben, das gibt perfekte Ränder.
Das Decal im Foto ist ohne Falten aufgebracht, die gammeligen Ränder sind gedruckt. 🙂
Mit einem Baumwolltuch vorsichtig abtupfen. Blasen kann man mit diesem Schaumstoff-Teil vorsichtig herausstreichen.
Danach: Trocknen lassen.

So macht man Seite für Seite:
Decals auflegen, positionieren und wenn es gefällt kann man sie aufbringen.
Vorsichtig arbeiten – die anderen Seiten sollten trocken sein, sonst ärgert man sich vielleicht, wenn man versehentlich Decals auf der Unterseite beschädigt.
Decals fertig angebracht!

Die Decals sind fertig angebracht und getrocknet.
Alle Decals müssen überlackiert werden!
Natürlich geht es auch ohne Schutzlack, aber dann garantiere ich für nichts.
Ich habe hier eine dünne Schutzschicht aus Klarlack aufgebracht.
Nicht zu dick lackieren!
Besser mehrfach dünn, als einmal zu dick!
Der Scheinwerfer ist übrigens ein anderes Projekt, auch hier ist die Druckdatei frei erhältlich.
Die Lackierung entspricht exakt dem Vorgehen, wie bei der Taschentuchbox.
Nur ist der Scheinwerfer ohne Decals – aber mit LED-Leuchtmittel voll funktionsfähig!
Damit sind wir doch schon recht nah am gewünschten Ergebnis.
Jetzt lasse ich erst einmal alles trocken und morgen geht es mit dem Rost weiter.
Mal sehen, wie die Box am Ende aussieht.
Rostige Schachtel

Damit die Box richtig in die Endzeit-Szene passt, braucht sie etwas Patina.
Da wir eine Metallbox “simuliert” haben, idealerweise Rost!
Ich habe schon mehrere Rost-Effekt-Lacke ausprobiert.
Die meisten sind ziemlich teuer und ihr Geld nicht wert.
Braune Farbe, teilweise mit Krümeln für eine rauhe Oberfläche, aber Rost?
Dabei geht Rost ganz einfach, den machen wir uns einfach selbst!
Einfach ein Stück Stahlwolle nehmen. Die gibt es beim Polier- und Schleifzubehör.
Eine alte Schüssel. Die Stahlwolle zerrupfen und in die Schüssel legen.
Dazu Wasser und Essig. Essigessenz geht schneller. Zitronensäure soll auch funktionieren.
Aber mit Essig hat es wunderbar funktioniert.
Schon nach 1-2 Stunden sieht man, wie die Stahlwolle zu rosten anfängt.
Ab und zu umrühren. Bei Bedarf Wasser nachfüllen und unbedingt aufpassen, dass das Gefäß nicht umkippt – Rostflecken gehen von manchen Materialen nicht mehr raus!
Ich hatte dann keine Zeit mehr und die Schüssel glatt eine Woche stehen lassen.
Danach war das Wasser eingetrocknet und in der Schüssel befand sich nur noch rostiges Pulver.
Top! – genau das, was ich wollte.
Man benötigt nur sehr wenig Rostpulver. Den Rest kann man in eine alte Büchse einfüllen.
Leere Creme-Gläser mit Schraubverschluss eignen sich hervorragend.
Um den Rost aufzubringen, habe ich einfach ein paar Tupfer Klarlack auf das Gehäuse gemacht und ein paar Rostkrümel zwischen den Fingern zerdrückt und dadurch auf die Oberfläche gestreut.
Etwas antrocken lassen und wiederholen, bis genug Rost auf dem Objekt ist.
Mit einem nassen Schaumstofftab, oder einem Pinsel kann man den Rost dann noch verteilen und auch wunderbar malen. Rost mit Wasser gibt eine schöne braune Soße, die schöne Flecken hinterlässt.
Vorsicht auf allen Oberflächen, die nicht bearbeitet werden sollen!
Fertig!

Die Taschentuch-Box ist fertig und genau so geworden, wie ich mir das vorgestellt habe.
Im Vergleich zum ursprünglichen KI-Foto sieht das ja schon fast identisch aus!
Das war ein feines kleines Projekt:
Sehr einfach, Anfängergeeignet und das Ergebnis passt perfekt ins Heimkino.
Für alle Fans von Endzeit-Filmen ein lohnendes Projekt
1. Auswahl der gewünschten Taschentuchbox
2. Gehäuse zeichnen und mit dem 3D-Drucker drucken
3. Grundieren und mit 600er-Papier schleifen
4. Silber lackieren, für den Metall-Effekt
5. Schwarz lackieren und nach ein paar Minuten mit einer Bürste, oder einem Tuch wieder abwischen, damit gibt es den Used Look für zerkratztes Metall.
6. Decals erstellen – mit KI, oder mit einer Grafik-Software. Dann auf einen Sticker-Bogen und ausdrucken.
Natürlich kann man dazu meinen Decal-Druckservice nutzen, oder die Folien zum Selberdrucken in meinem Shop kaufen. Für die Box habe ich einen Bogen A4 Decalfolie in 13µm verwendet und in UV-Technik mit automatischer Weiß-Grundierung gedruckt.
7. Decals ausschneiden und probelegen
8. Decals wässern und aufbringen
9. Klarlack zum Schutz aufbringen.
10. Patina (Rost) aufbringen.
11. Nochmal mehrere Schichten Klarlack aufbringen.
12 Fertig!

