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Direktdruck: Wir basteln uns eine coole Uhr!

Druckeronkel bastelt eine Uhr

Wir basteln uns eine coole Uhr.
Es gibt eine Version als Standuhr und eine als Wanduhr.
Durchmesser der Uhr ca. 15cm.
Wir benötigen 3D-Druck und von Druckeronkel Wasserschiebefolien, Klebefolien oder Direktdruck.
Und jetzt geht es los.

Ich finde Uhren toll und selber bauen ist natürlich ein tolles Hobby.
Nur mit coolen Ziffernblätter tue ich mich bisher schwer.

Die Ideen sind da, nur beim Design habe ich einige Defizite.
Das ist aber nun überhaupt kein Problem mehr, denn Gemini oder ChatGPT helfen Dir dabei!

Erstelle mir ein Ziffernblatt für eine Uhr.
Es soll eine analoge Zeigeruhr sein.
Bildformat 10x10cm.
Erstelle das Foto als Druckvorlage.
Erstelle nur das Ziffernblatt, keine Zeiger.

Thema der Uhr ist XXX

Damit bastelt Euch die KI tolle Fotos.
Wenn es nicht beim ersten Versuch gelingt, einfach öfters probieren.

Ich habe beispielsweise der KI noch gesagt, dass sie ein Atom-Warnzeichen einbauen soll.
Die Schriftart der Ziffern habe ich festgelegt und bei diesem Projekt geht es natürlich um eine Werbeuhr, also soll die Marke “DRUCKERONKEL” mit rein.
Das ganze im “used look”, denn es soll aussehen, wie eine alte Anzeige aus einem Atomkraftwerk.
Alt und abgenutzt.

Die KI hat mir das Foto erstellt und ich habe es auf meinem UV-Drucker auf das Ziffernblatt gedruckt.

Direktdruck bei Druckeronkel

Du kannst den Direktdruck bei www.drucker-onkel.de bestellen, oder nutze alternativ Wasserschiebe-Decals aus meinem Shop.
Die Folien gibt es für Tintendrucker und Laserdrucker.
Meinen Druckservice für die verschiedenen Folien kannst Du natürlich auch dafür in Anspruch nehmen.
Aufkleber, Wasserschiebefolie, Rubon (UV-DTF), Direktdruck.

Im Direktdruck wird es natürlich am schönsten.
Das sieht doch schon ziemlich gebraucht aus?

Ich mag diesen “Industrial Look”.

Die Vorlagen für die Uhr habe ich bei Makerworld zum kostenlosen Download hinterlegt:

3D Druckvorlagen für Jogis Uhr bei Makerworld

Ich habe mehrere Versionen erstellt:
Wanduhr, Standuhr, mehrere Rahmen und Füße. Such Dir einfach aus, was Dir gefällt.
Für den Druck benötigst Du einen 3D-Drucker.

Als Uhrwerk habe ich das hier verwendet:

TFA Dostmann Funk-Uhrwerk , Funkuhr, 60.3518.01,L 56 x B 37 x H 56 mm
Das Bambulab-Uhrwerk funktioniert ebenfalls.

Da reine 3D-Drucke doch sehr nach Kunststoff aussehen, habe ich das ganze noch lackiert:
Zuerst mit Grundierung lackiert (Sprühlack aus der Dose).
Nach dem Trocknen mit 600er Schleifpapier geglättet.
Dadurch verschwinden Fehler und Artefakte vom 3D-Druck (sichtbare Layer, irgendwelche Rillen, etc.)

Danach wird mit Acryl-Farbe lackiert.
Den Rahmen und den Fuß habe ich in Silber lackiert.
Eine Version in Chrome und eine mit Airbrush-Silber, einfach um zu testen, was besser ist.

Die Chrome Farbe ist ziemlich teuer, das Ergebnis deutlich besser, man sieht da aber jeden Fussel.
So ein Chrome-Glanz hat schon was, ist aber insgesamt nicht so mein Ding. Ich mag es eher matt.


Es ging hier aber um einen Metallic-Effekt. Die Uhr soll ja nach Stahlgehäuse aussehen.
An manchen Stellen darf es also nach glänzendem Metall aussehen.

Den silberne Rahmen habe ich dann mit einer dünnen schwarzen Schicht überzogen.

Für den letzten Arbeitsschritt habe ich Airbrush verwendet.
Das ist auch nicht viel anders, als mit der Sprühdose, lässt sich aber viel dünner und feiner auftragen.
Sprühdose geht aber auch.

Mit ausreichend Abstand nur so wenig schwarze Farbe aufsprühen, dass die Objekte gerade mit Farbe bedeckt sind. Ein bisschen Silber darf sogar noch durchschimmern. Das erhöht später den Metall-Effekt!

Ich habe Acryl Matt-Lack verwendet.
Nach dem Aufstrühen kurz antrocknen lassen und dann mit einem Baumwolltuch, einem Stück Holz, einer Bürste, was Dir gerade einfällt – den Lack teilweise wieder abreiben – zerstöre den Lack, bring Ungleichmäßigkeiten hinein.
Abreiben mit dem Stofftuch erzeugt Abriebeffekt, mit einer Bürste oder einem Schraubenziehen erzeugst Du Kratzer.
Aber Achtung – nicht zu tief, sonst sieht man die Grundierung durch!
Nur bis zur Silberschicht!
Mit Airbrush kann man bei Fehlern, oder wenn es einem nicht gefällt, einfach wieder etwas schwarze Farbe aufbringen.
Ganz toll wird es, wenn man die Kanten mit etwas Druck abreibt. An den harten Kanten erzeugt der Abrieb und das Durchscheinen von Silber einen richtig guten Effekt.

Am Ende sieht man bei dieser Anwendung zwischen “normalem” Silber und Chrome keinen Unterschied mehr!
Du kannst also den einfachen Silber-Sprühlack nehmen.
Chrome ist für andere Anwendungen sicher die bessere Wahl, aber hier macht es keinen Unterschied.

Übrigens: ich bin absolut kein Lackier-Profi.
Ich habe es einfach ausprobiert und es funktioniert tatsächlich sehr einfach!
Das ist keine Raketentechnik.
Die Uhr ist selbst aus der Nähe auf den ersten Blick nicht von Metall zu unterscheiden!

Jogis Uhr - 3D-Druck und Direktdruck

Die Uhr sieht aus, als hätte sie ein Metallgehäuse.
Robuste Industrietechnik, direkt aus dem Atomkraftwerk.

Natürlich kann man auch beliebig andere Ziffernblätter verwenden.

Wenn die Farbe Dir gefällt, dann kannst Du die Uhr zusammenbauen.
Werkzeug wird nicht benötigt:
Den Fuß mit der Schraube an das Uhrengehäuse anschrauben (nur leicht festziehen).
Ziffernblatt und Uhrwerk einsetzen.
Die Ausrichtung ist einfach.
Dann den Rahmen aufstecken.
Ganz am Ende die Zeiger aufstecken. Erst den für die Stunden, dann den für die Minuten.
Noch die korrekte Zeit einstellen.
Fertig!

Ein einfaches Projekt mit coolem Ergebnis.


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