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Decal-Ideen

Randlose Decalfolie

Auf dieser Seite veröffentliche ich Ideen, Gedanken und sonstiges, die ich aus Zeitmangel nicht selbst ausprobieren kann, die noch nicht ganz ausgereift sind oder aus sonstigen Gründen noch nicht in der Anwendung sind.
Ebenfalls schreibe ich über Kundenfeedbacks, die sehr interessant klingen, die ich selbst noch nicht ausprobiert habe, die aber sicher von allgemeinem Interesse sind.

Die Ideen halte ich aber für durchaus interessant, daher würde ich mich natürlich über Feedback freuen, falls jemand so etwas schon erfolgreich ausprobiert hat.

Decals ohne Rand, Fluoreszierende Decals, usw.
Hier gibts Anregungen…

Idee: Neon-Farben und andere Effekte auf Decals und anderen Materialien selbst gemacht.

Lasergedruckte Decalfolien lassen sich problemlos durch ein Laminiergerät schieben. Die Temperatur sollte dabei maximal 140°C erreichen. Toner wird bei dieser Temperatur bereits weich.
Idee: Man nehme Farbpulver für Effektfarben (Leuchtfarben, Neonfarben, Metallic-Farb oder anderes), streut das Pulver auf einen Laserdruck, packt das ganze in eine Laminiertasche (nicht in eine Laminierfolie, sonst ist es ja laminiert, nur in die Schutztasche) und schiebe das Ganze durch ein Laminiergerät.
Theoretisch müsste sich das Farbpulver mit dem Toner verbinden.

Alternativ könnte man auch mit einem Backofen experimentieren, dabei fehlt aber der Druck durch das Laminiergerät, dafür ist die Hitzeeinwirkung gleichmäßiger und länger.

Falls es jemand erfolgreich ausprobiert – Feedback erwünscht!

Kunden-Technik: Randlose Decals durch Einbrennen

Von einem Kunden habe ich folgende Anwendung:
Eine Decalfolie, bedruckt in UV-Technik oder mit Laser. Aufgebracht auf einer Pulverbeschichteten Oberfläche.
Das Objekt wird erhitzt, bis auf ca. 150°C. Die Decalfolie beginnt zu schmelzen und verbindet sich mit der Oberfläche. Nach der Anwendung sieht man keinen Rand mehr und die Decals halten extrem fest.

Das Temperaturfenster ist allerdings ziemlich klein. Bei zu niedriger Temperatur passiert nichts, ausser dass die Folie mit der Zeit braun wird. Bei zu hoher Temperatur schmilzt die Folie zu schnell und schrumpelt. Da muss man also experimentieren. Ausserdem sind die Temperaturanzeigen beim Backofen ungenau, man sollte also ein zusätzliches Thermometer verwenden.

Kunden-Technik: Randlose UV-Decals mit Aceton

Die Decalfolie lässt sich mit Aceton an-/auflösen. Der UV-Druck ist dagegen relativ beständig (nicht absolut, daher muss man vorsichtig arbeiten). Nach Aufbringen des Decals kann man mit einem Wattestäbchen und Aceton den überstehenden Decalrand vorsichtig entfernen. Die Folie löst sich auf und lässt sich abreiben.
Eine filigrane Arbeit, aber eine sehr interessante Anwendung!

Kunden-Technik: Präge-Effekte in Blattgold, Kupfer oder Silber mit UV-Decals.

UV-Drucke sind bekanntlich leicht erhaben und lassen sich auf Wunsch auch mehrschichtig drucken.
Bei 3-5 Durchgängen erhält man dabei eine schön fühlbare Oberflächenstruktur.
Ich habe jetzt ein interessantes Feedback zu einer Anwendung erhalten, die erstaunliche Ergebnisse erzeugt:

UV-Decals auf eine Oberfläche aufbringen, danach Blattgold(!) aufbringen. Es gibt auch andere Folienfarben, bei den bekannten großen Marktplätzen sind einige, hauptsächlich Chinesische Anbieter für solche Blattgold-Folien zu finden.

Das Blattgold überdeckt das UV-Decal und da Blattgold so extrem dünn ist, bleibt die Struktur des UV-Decals erhalten und sichtbar. Die Oberfläche sieht aus, wie geprägt!



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